die andere Musik

     
Longsellers und Geheimtipps << H >>  
 
HAPPYSAD > Country Guerilla (01)
Die dritte offizielle CD der Zürcher Legende HAPPYSAD (www.happysad.ch), bestehend mit Unterbrüchen seit 1989. Die eindringliche Country-Blues-Stimme von BARBARA HIESTAND ergänzt sich wunderbar mit dem Soundtüftler & Guitar-Hero HEINZ ROARER. Zahlreiche Traditionals & Coverversionen. Gäste: BEN JEGER, RES NAEGELI, AAD HOLLANDER, FREDI FLÜKIGER, KARIN DIBLITZ, NETZ MAESCHI u.a. Auf dem Eigen-Label Killing Floor. Veit
HARMONIA VIVA > Canti Carnascialeschi (90)
  Im ganzen Handorgel-Boom der letzten fünf Jahre gänzlich vergessen wurde dieses äusserst intensive, 42-minütige ”Canti Carnascialeschi / Op.12 For Three Accordions” von WALDEMAR WROBLEWSKI für sein polnisches Akkordeon-Trio HARMONIA VIVA. Wer die ausgedehnt-elegischen Stücke von GUY KLUCEVSEK mag, wird auch dieses Album lieben! Als Zugabe bekommen wir noch einen echten SCHOSTAKOWITSCH, eine 11-minütige Akkordeon-Adaption aus dem intensiven 7. Streichquartett ” sowie ”Toccata” (2:28) von ARAM CHATSCHATURIAN. DANIEL WALDNER hatte das Trio HARMONIA VIVA im Sommer 1989 am französischen MIMI-Festival entdeckt und umgehend auf seinem REC REC-Label als No.14 veröffentlicht. Veit
HARTMANN, KARL AMADEUS > Bela Bartok "Zehetmair Quartett" (01)
„Warum war er nicht berühmt?“ fragte sich sein Freund Hans Werner Henze. Der Name Hartmann zerfliesst nicht so schön auf der Zunge wie Bartok und Stravinsky, Messiaen oder Shostakovich. Denoch ist der deutsche Komponist Karl Amadeus Hartmann (1905-63) eindeutig im selben Atemzug zu nennen. Sein sparsames, meist symphonisches Gesamtwerk verfügt über glühende Intensität und mathematische Genauigkeit. Er hatte in den Jahren des Nazifaschismus geschwiegen, mit einer Vollständigkeit die seine Position unmissverständlich machte. Er liess seine Werke nur im Ausland aufführen. Diese CD stellt nun das 1. Streichquartett (1933) von Hartmann dem vierten (1928) von Bartok gegenüber. Das Resultat ist faszinierend und tiefgründig. Dramatisch und virtuos. Das passende Cover stammt vom welschen Künstler Gérald Minkoff. Veit
HARVEY, ALEX > Considering The Situation (63-77/03)
Gäbe es für diesen Katalog eine klingende Titelmelodie, so wäre das diesmal der dynamische Beginn von «Vambo» (1974). Eine spannende Anthologie des schottischen Entertainers ALEX HARVEY (1935-82), der weniger mit Gary Glitter, dafür umso mehr mit CAPTAIN BEEFHEART, KEVIN COYNE oder IAN DURY verglichen werden müsste. Wie ERIC BURDON war ALEX HARVEY bereits ab 1963 am Start, diese frühen R’n’B-Tracks auf CD 1 («Early Years») wirken frisch und originell wie erst gestern eingespielt. CD2 präsentiert die SENSATIONAL ALEX HARVEY BAND, d.h. mit Blick hinter den Hitparaden-Tiger. Nach zwei tödlichen Unfällen in seinem Umfeld griff Alex immer öfters zur Flasche und verstarb 47-jährig auf Tour in Belgien am 4.2.82 an einem Herzinfarkt, wenige Tage bevor er im Zürcher Kino Walche aufgetreten wäre. Veit
HAT SHOES, THE > Home (03)
Das Zürcher REC REC-Label wird ab Herbst 2002 von Veit F.Stauffer weitergeführt, hier folgt die No. 76. Eine nahrhafte Produktion, eine typische Rec Rec-Perle mit folgendem Sticker: "Cathy Berberian meets Harry Partch". Remarkable collaboration between Belgian singer & actress CATHERINE JAUNIAUX (Aksak Maboul), British keyboarder BILL GILONIS (The Work) & Swiss sound sculptor MARTIN SPÜHLER. Veit
HENRY COW > In Praise Of Learning (2000)
  Die legendäre HENRY COW-Trilogie mit den Socken-Covers ist hiermit wieder komplett im Original-Mix lieferbar. "In Praise Of Learning" war für mich lange das radikalste und fortschrittlichste Rockalbum der 70er Jahre, in der Folge von Soft Machine, King Crimson und Frank Zappa, aber auch unter dem Einfluss der Moderne (Kagel, Eisler, Cage, Messiaen etc.) sowie des Free Jazz (AMM, Art Ensemble Of Chicago, Sun Ra etc.) Dank kompositorischem Genius von FRED FRITH & TIM HODGKINSON sowie der hervorragenden gesanglichen Leistung von DAGMAR KRAUSE noch heute ein Album von grosser emotionaler Kraft. Danach wurde ausgiebig durch Europa getourt, die Organisation "Rock In Opposition" aufgebaut und erst im Januar 1978 in der Schweiz (Kirchberg SG) das Folgealbum eingespielt: "Hopes & Fears" von ART BEARS. Veit


HENRY, JOE > Scar / Amor (01)
  Das Songwriter-Album Of The Year, hymnisch vergleichbar mit «Tilt» (95) von SCOTT WALKER, aber sicher leichter hörbar. Innovativ & atemberaubend schön zugleich. Meist graziös ausgekostete Slow Motion-Songs, kombiniert mit coolen Jazz-Groves und fetzigen Uptempo-Nummern, die u.a. von MARC RIBOT, ORNETTE COLEMAN, BRAD MEHLDAU, ME’SHELL NDEGEOCELLO und einem ganzen Kammermusik-Streicherensemble beigesteuert werden. Stimmungsmässig erinnernd an LAMBCHOP, SOULED AMERICAN, MARIANNE FAITHFULL, BILLIE HOLIDAY, TOM WAITS, CHRIS ISAAK, LOUNGE LIZARDS u.a. Klasse! Die Zugabe? Versteckter 11. Track mit im Kontext radikalen Jazz-Improvisationen von ORNETTE COLEMAN am Saxophon. Stark! Veit
HERBERT, MATTHEW / BIG BAND > Goodbye Swingtime (03)
MATTHEW HERBERT ist neben JIMI TENOR die zweite Figur aus der fortschrittlichen Electronica-Szene, der dem verwaisten Genre des Big Band-Jazz neues Leben einhaucht – und damit den armen, dogmatischen Jazzkritikern natürlich schwer etwas zum Beissen gibt. Auf Track 3 «Fiction» hören wir Gastsänger ARTO LINDSAY, JAMIE LIDELL ist beteiligt, 14 Bläser nebst Bass, Drums & Piano, es sind alles Eigenkompositionen, das CD-Cover-Artwork ist genial schön, aufgenommen in den Abbey Road Studios. Veit
HERTZ > Eine Auswahl (03)
Eine der wichtigsten Zürcher Bands der Aera, u.a. beeinflusst von KRAFTWERK, hochdeutsch singend. Klassiker wie Baba Bubu, Hau mal auf den Ball, Jodel, Nimmereland, Willy Ritschard, SOS (von Abba) u.a. Schön aufbereitet im s/w Digipak, mit Abdruck aller Texte. Coverart von PETER FISCHLI. Veit
HICKS, DAN & THE HOT LICKS > Beatin' The Heat (00)
  Hey, was für ein Aufsteller! Grandioses Comeback-Album des kauzigen Swing-Maestros und legendären Guitar-Weirdos DAN HICKS mit den HOT LICKS (inkl. Sideman SID PAGE an der Violine). Welch köstliches Sommer-Album! Damit er eventuell, bzw. hoffentlich etwas mehr unter die Leute kommt, haben ihn ein paar seiner prominenten Kumpels unterstützt: RICKIE LEE JONES, BETTE MIDLER, ELVIS COSTELLO & TOM WAITS (Gastgesang bei je einem Stück), plus BRIAN SETZER 2x an der Gitarre. Inkl. Neufassung seines alten Hits "I Scare Myself". Du wirst den Kauf dieses Albums bestimmt nicht bereuen, ausser Du bist gerade übel gelaunt! www.surfdog.com Veit
HÖGHIELM, KARIN > Apokryphal (99)
  Mit ihrer Stimme zwischen LAURENCE REVEY, BUEN GARNAS und MEREDITH MONK bedient sich die Schwedin K.H. mit grosser Eigenständigkeit und ohne je gekünstelt zu wirken beim Joik (nordische Jodeltechnik) genauso, wie bei der sakralen Kirchenmusik ihrer Heimat. Zoa
HONEYMONNKILLERS > Les Tueurs De La Lune Miel (81-83/03)
Die Fortsetzung von AKSAK MABOUL, mehr Richtung Pop, mit der Sängerin VERONIQUE VINCENT. Eines der phänomenalsten Pop/New Wave-Alben der 80er Jahre endlich auf CD, eine Art Vorwegnahme der STEREO TOTAL. Mit fünf AKSAK MABOUL-Bonustracks! Veit
HUNGRY GHOSTS > Alone, Alone (00)
Für Liebhaber/innen von DIRTY THREE, TIN HAT TRIO oder der neusten FRIENDS OF DEAN MARTINEZ. Atemberaubend schön. Bestehend aus dem australischen Trio JOHN BROOKS, TIM HOWDEN & JASON G.BONEHAM. Ohne Instrumentenangabe, aber sicher mit Geige, Handorgel & Gitarre. Aufgenommen im Studio der SONIC YOUTH, feat. Gaststar STEVE SHELLEY. Die Band wird auch von ROWLAND S.HOWARD empfohlen. Veit