die andere Musik

     
Longsellers und Geheimtipps << M >>  
 
MANIACS VS SHARKIAT > Don’t Climb The Pyramids (99)
  Die Westschweizer Rockband MANIACS um den Sänger ALAIN CROUBALIAN und die 7-köpfige Gruppe SHARKIAT aus Kairo (Egypt) haben auf dem Basler Label ‘Barbarity’ ein wunderschönes, entspanntes Album eingespielt – von der Stimmung her vergleichbar mit der letztjährigen Sommerplatte von LILI BONICHE oder mit der Flamenco-Casablanca-Konnektion von JUAN PENA LEBRIJANO. Was sie zusammen geschaffen haben ist eben nicht die Art von umstrittener Rockmusik mit orientalischem Einfluss geworden, sondern das, was man ohne Zögern eine Symbiose nennen darf. Veit
MARTYN, JOHN > Solid Air (73/00)
  Das Meisterwerk von JOHN MARTYN, mit der NICK DRAKE-Homage "Solid Air". Vergleichbar schön wie "Happy Sad" von TIM BUCKLEY. Feat. DANNY THOMPSON, RABBIT, DAVE MATTACKS, TRISTAN FRY, TONY COE u.a.
MASSACRE > My Funny Valentine (98)
  Soeben eingetroffen: Ein Gipfeltreffen! Ein Power-Trio! Eine Super-Group! Bestehend aus Gitarrist FRED FRITH (Henry Cow), Drummer CHARLES HAYWARD (This Heat) & Bassist BILL LASWELL (Material). Es macht grossen Spass, FRED FRITH wieder mal rockend, aufbrausend, von der extrovertierten Seite zu erleben. Ebenfalls BILL LASWELL, der einen Ambient-Touch hineinbringt und CHARLES HAYWARD, eigenwillig, mit kräftigem Schlag, aber auch auf Verästelungen spezialisiert. Originelle Stückbetitelung. Cover Art By ADOLF WÖLFLI! Veit
MEDESKI MARTIN & WOOD > Combustication (98)
  JOHN MEDESKI (Keyboards), BILLY MARTIN (Drums & Percussion), CHRIS WOOD (Basses & Bass Drum). Dank Hinweis eines Kunden entdeckt: Ein munteres Trio aus New York, bereits mit dem 7.Album (!) unterwegs, eine frühere CD wurde mit MARC RIBOT eingespielt. Höchst intelligente Instrumentalmusik, eine Art "Sophisticated Easy Listening", irgendwo zwischen Hammondorgel-Revival, Red Snapper und Steamboat Switzerland. Sehr schönes Digipak mit ausgestanztem Albumtitel. Gäste: DJ LOGIC (Turntables) & STEVE CANNON (Spoken Word). Veit
MERCHANT, NATALIE > Motherland (01)
Wundervoll stimmiges Roots-Album der NATHALIE MERCHANT, klingt wie TANITA TIKARAM hoch zehn oder wie TRACY CHAPMAN vermischt mit MARY COUGHLAN. Hervorragend produziert von T BONE BURNETT, mit VAN DYKE PARKS, MAVIS STAPLES, GUY KLUCEVSEK, DAVID KRAKAUER, ELIZABETH STEHEN u.v.a. Veit
MERCURY REV > Deserter’s Song (99)
  Hätten nicht andere Medien diesen Job bereits bestens erledigt, müssten wir auf das vierte und beste Album der amerikanischen Gruppe MERCURY REV vehement hinweisen. So können wir es beim bequemen Hinweis belassen, diese ausgefeilte Trouvaille bitte nicht zu verpassen. Wunderbar ausgekostete Arrangement-Kunst auf höchstem britischen Niveau, inkl. subtilem Glamrock-Touch. Für Liebhaber/innen von Scott Walker, Arab Strap, Belle & Sebastian, Tindersticks, Elliott Smith, Palace, Smog usw. Veit
MIGHTY SPARROW > Hot & Sweet (74/03)
«The Godfather Of Calypso And Jamaican Music»! Kult-Album auf Warner (BS2771) von 1974 endlich auf CD! Das beste Album der CALYPSO-Legende SLINGER FRANCISCO, kongenial produziert von VAN DYKE PARKS. Die 20köpfige Band wurde im CD-Booklet leider nicht aufgelistet, aber unter www.mightysparrow.com dürfte mehr zu finden sein. Bitte direkt neben «Discover America» (72) von VAN DYKE PARKS hinstellen! Danke! Veit
MINGUS, CHARLES > 13 Pictures / Anthology (52-77/93) 2CD
2CD-Box mit 50-seitigem Booklet im Schuber. Wer sich hauptberuflich mit Musik beschäftigt, trägt meist ein gutes Dutzend Namen von Musikern oder Gruppen herum, die mann/frau sich mal anhören sollte - oder bei denen es trotz mehreren Anläufen noch nicht «Klick» gemacht hat. Dieses Erlebnis hatte ich bei CHARLES MINGUS erst mit dieser wunderbar zusammengestellten «Anthologie», die ich nun aus meiner Sammlung nicht mehr hergeben möchte. SUN RA liebe ich seit 22 Jahren, RASHAN ROLAND KIRK seit 7 Jahren, MINGUS seit einem Jahr. How About You? Veit
MISIA > Ritual(01)
  Sehnsucht, Trauer und Elegie werden in der portugiesischen Musik durch den hier vorliegenden Stil «Fado» ausgedrückt und seine Zelebration wirkt tatsächlich wie ein Ritual. MISIA zeichnet sich (neben ihrer sehr ausgewogenen, kraftvollen Stimme) dadurch aus, dass sie auch mal so was wie verschmitzte Vergnüglichkeit aufkommen lässt. Weiter fällt positiv auf: die schlichte akustische Gitarren-Bass Instrumentierung und eine ebensolche, nicht ausufernde Studiotechnik. All dies hinterlässt letztlich ein reifes, ergreifendes Werk, das hier wärmstens empfohlen sei. Zoa
MIYAKE, JUN > Mondo Erotica (01)
  Sinnliche und intelligente Musik wie aus dem Schlaraffenland komponiert der japanische Keyboarder & Trompeter JUN MIYAKE auf "Mondo Erotica" (Tropical/MV). Einflüsse wie Riuychi Sakamoto, Van Dyke Parks, Serge Gainsbourg, Jon Hassell und Miles Davis zerfliessend zu einer wunderbaren Melange aus Lounge, Chanson, Jazz-Ambient, Minimal und Electronica. Begleitet von einer versierten Gästeschar mit Harfen, Streichern und Bläsern. JUN MIYAKE (*1958) studierte Jazz am Berklee College Of Music in Boston, schrieb bereits hunderte Soundtracks für Werbefilme und kümmert sich bei seinen eigenen Werken herzlich wenig um Stilschubladen. Veit
MIYAKE, JUN > Glam Exotica! (03)
Dritter grosser Wurf des eleganten Maestros aus Japan in der Tradition von MARTIN DENNY & NINO ROTA, für Europa lizensiert durch das deutsche Label Tropical. HAL WILLNER hat ihn bereits vor 10 Jahren entdeckt und in Japan Alben produziert. Der Beginn klingt wie AKSAK MABOUL oder jedes andere Album der «Made To Measure»-Serie. Köstlich, wenn er den opulenten VAN DYKE PARKS heraushängt wie bei «River Of Gold». Eigentlich ist es Minimal Music mit einer ausgesprochen exotischen Note. Deshalb auch ausgezeichnete Musik, um Mode vorzuführen. Erste asiatische Coverversion eines Stückes von ERIK SATIE («Gnossienne 1»). Unzählige japanische Musiker sind beschäftigt, drei Stücke mit Gesang. Veit
MOREAU, CLARA > Chanteuse-Accordéoniste (01)
Erfreuliches Debut der statdbekannten weiblichen Akkordeon-Chanteuse an zahlreichen Zürcher Festen & Strassen. Kratzbürstige, aber auch sehr sinnliche Versionen von LOUIS ARAGON/LEO FERRE, RICHEPIN/BRASSENS, FERRER/PIAZZOLLA, JACQUES BREL u.a. Am Piano: MARINO BERNASCONI und DANIEL FUETER.
MOREAU, CLARA > Ces Gens-Le (03)
Erstes Album der umwerfenden Chanson-Sängerin, Akkordeonistin & Wahlzürcherin CLARA MOREAU et ORCHESTRE. Enthält Stücke von SERGE GAINSBOURG, THOMAS FERSEN, JACQUES BREL, HORACIO FERRER, LOUIS ARAGON/LEO FERRE, CHARLES AZNAVOUR, GABRIELLA FERRI u.a. „Man nehme die Stimme von EDITH PIAF, das lachende Gesicht von DIMITRI und den Charme von ganz Paris – und sieht CLARA MOREAU“. Veit