die andere Musik

     
Longsellers und Geheimtipps << T >>  
 
TAXI > Es isch als gäbs mich nüme me (77/01)
  1990 gab es eine erste Privatpressung des Klassikers auf CD, gezogen von einer LP, weil das Master bis heute verschollen blieb. Jetzt hat ‚CSR‘-Records ("Ur-Musig" etc).ein verbessertes Master gezogen, die Hörqualität konnte dadurch etwas verbessert werden, aber als Anti-HiFi-Freak finde ich das sowieso kein Problem. Wer noch keine hat, braucht eine, und zwar nicht nur wegen "Campari Soda". Veit

TIERSEN, YANN > Fabuleux Destin D’Amélie (01)
  Unverhofft kam YANN TIERSEN, der uns hier im Laden schon länger beschäftigt, im Jahre 2001 dank dem Soundtrack zur höchst erfolgreichen franz. Komödie «Fabuleux Destin D’Amélie» zu einem Bestseller. Das musikalische Resultat erinnert ganz stark an PASCAL COMELADE.
TIGER LILLIES & KRONOS QUARTET > Gorey End (03)
Eine originelle Idee, die THEATERSPEKTAKEL Zürich-erprobten TIGER LILLIES zusammen mit dem KRONOS QUARTET Werke des kürzlich verstorbenen Pessimisten EDWARD GOREY (siehe auch MICHAEL MANTLER 1976 und MAX NAGL 2000) zu vertonen. Sehr schönes Booklet. Der Back-Katalog der TIGER LILLIES ist zurzeit erstmals komplett bei uns erhältlich! Veit 
TIGER LILLIES > Shockheaded Peter (99)
  Endlich ist das neuste Album des britischen Trios TIGER LILLIES hierzulande offiziell veröffentlicht worden. Seit ihrer ”Struwwelpeter” (Shockheaded Peter)-Aufführung am Zürcher Theaterspektakel von einer eingeschworenen Fangemeinde kultisch verehrt, können wir jetzt die Tonträger dazu liefern (demnächst werden wir die 5 früheren Alben von der Gruppe direkt importieren). Die TIGER LILLIES pflegen ein Genre, das es in England fast gar nicht mehr gibt: Musik-Kabarets im Stile eines GAVIN FRIDAY und MARC ALMOND oder auch der Zürcher Formation JELLYFISH KISS, mit einem sehr schrägen & skurrilen Einschlag, der speziell auf der Bühne zu überzeugen vermag. Veit
TIN HAT TRIO w/TOM WAITS > Helium (2000)
  MARK ORTON (guitar,dobro,tenor banjo), ROB BURGER (accordion,piano,pump organ, harmonica,marxophone) & CARLA KIHLSTEDT (violin,viola) bilden ein fabelhaftes Trio, folgerichtig protegiert von TOM WAITS, dem Gastsänger in Track 15 ("Helium Reprise"). Ein fragiles, anspruchsvolles Konstrukt aus San Francisco, sozusagen ein akademisches Rootsalbum, irgendwo zwischen dem KRONOS QUARTET, PENGUIN CAFE ORCHESTRA und den FRIENDS OF DEAN MARTINEZ. Veit 


TIPSY > Uh-Oh(01)
  Die logische Folge nach “Trip Tease” (1996) ist endlich “Uh-Oh”! Nicht ganz so direkt wie in der Ersten, jedoch zweifelsfrei frisch und frech verführen uns T. zu einem unverfrorenen Exotic-Easy–Quicky erster Klasse. Mit welcher Subtilität hier bspw. Zitate aus der indischen (11), japanischen (17) und indonesischen (16) Tradition in völlig fremde Umgebungen transponiert werden, ist schlichtweg genial. Vielschichtiges Spass-Listening! zoa
TOBIN, AMON > Permutation (99)
  Ebenfalls untergegangen im innovativen Electronica/Ambient-Bereich ist dieses zweite Album von AMON TOBIN. "Permutation" kann problemlos im Hintergrund gehört werden, fesselt aber bei jedem Durchgang die Aufmerksamkeit an anderen Stellen, schöpft aus einem scheinbar unendlichen Fundus an Klängen, und die Musik ist immer angenehm im Fluss. Ein Meilenstein. Veit 
TOPLEY BIRD, MARTINA > Quixotic (03)
Das erinnert an die besten Momente von PJ HARVEY, PORTISHEAD und ERYKA BADU. Spannendes erstes Soloalbum der früheren TRICKY-Sängerin MARTINA TOPLEY-BIRD, abwechslungsreich und mit Strings hervorragend arrangiert. Eine charismatische Stimme, begleitet von MARK LANEGAN, JOSH HOMME, DAVID HOLMES, TRICKY, TCHAD BLAKE u.a. Veit 
TRANSFARGO > Mil Transit (03)
Das Debut «Mil Transit» des australisch-schweizerischen Duos TRANSFARGO präsentiert eine beindruckend sphärische wie tiefseetaucherische Musik, die auch gut auf das ECMLabel von Manfred Eicher oder Obscure Records von BRIAN ENO gepasst hätte. Es erinnert phasenweise an GODSPEED YOU BLACK EMPEROR aus Kanada, oder klingt wie STEPHAN WITTWER nach Studium der Wüstenrock-Combo CALEXICO. Der experimentelle DJ DIMITRI DE PERROT (Hoi, Gopf, Do It, Gambling, Gods & LSD) stammt ursprünglich aus Neuchâtel, der australische Gitarrist HUGO RACE (True Spirits, Nick Cave & The Bad Seeds) lebt halbjährlich in Sizilien. Beide haben auf Tourneen zahlreiche Länder bereist, diese sinnlichen Eindrücke sind deutlich hörbar. Das Resultat ist eine moderne, ausgereifte Nomandenmusik, die manchmal auch an die Gesänge der Wale erinnert. Veit 
TRAORE, BOUBACAR > Macire (99)
Der Vater des Mali-Blues. Seine Lieder haben die Melancholie des Chansons, die Traurigkeit des Blues und den rhythmischen Reichtum malischer Musik. Für das neue Album "Macire" hat er seinen Freund HABIB KOITE als Produzent und Mispieler ins Studio geholt.