die andere Musik

   
geneigtes publikum!
Zürich, 18. Mai 2010

kleines update im coolen (sprich: kühlen) wonnemonat mai! (wir wiederholen gemeinsam im chor: mai mai ! )

zu den news:

1) die neusten news april 2010 sind noch nicht ganz bereit, werden aber bis 20. mai hier aufgeschaltet sein: www.recrec-shop.ch

2) natalie merchant: die sängerin gibt heute abend um 21 uhr im http://www.x-tra.ch/ ein rares schweizer konzert, wegen der exklusivität ist ein spezieller hinweis angesagt. neben münchen und paris ist es der einzige auftritt auf dem festland, bis ende mai sind dann noch konzerte in england und schottland. die genaue besetzung liess sich nicht herausfinden, aber bestimmt werden 2 gitarristen und eine cellistin dabei sein, und so wird das ungefähr klingen:

http://www.youtube.com/watch?v=PNYHkv8eEQQ oder http://www.youtube.com/watch?v=6ttTg4LKSb0

ihr 2003er album "house carpenter's daughter" (rounder) befand sich in der auswahl meiner "helsinki jukebox" und wurde 70x verkauft, über das vorgängeralbum "motherland" (2001, warner") schrieb bänz friedli im facts:

Fast wäre sie im PR-Lärm um all die Girls und Gören der Popindustrie unbeachtet geblieben: die Stimme, die zwischen Trauer, Trotz und Zuversicht schimmert, besorgt wie Michelle Shocked, herb wie Joni Mitchell, schläfrig wie Beth Orton. Sie gehört Natalie Merchant, der 38-jährigen Ex-Sängerin der Band 10 000 Maniacs. Fürs dritte Solo-Album schuf sie mit Produzent T-Bone Burnett einen ureigenen Sound zwischen Folk, Soul, Rock und Bluegrass. Traurige Zigeinergeigen, fernöstliche Fünfton-Harmonien, Handorgeln und Gitarren, experimentell aufdatiert mit Dub- und Elektro-Effekten, veredelt mit Gästen wie Mavis Staples, Greg Leisz und Van Dyke Parks. Subtil, wie sie in "Saint Judas" den Rassismus in Carolina geisselt, ohne ihn mit einem Wort zu erwähnen. Merchant politisiert ohne Zeigefinger, ihr unterkühltes Näseln biedert sich dem Hörer keinen Moment an und schafft doch Wärme: Nähe dank Distanziertheit.

der eintritt ist an der oberen grenze, aber erstens müsste man für natalie merchant normalerweise weit anreisen und zweitens könnten manch zögernde das versäumte im nachhinein schwer bereuen. tickets bitte über die offiziellen vorverkaufsstellen, der rec rec laden hat sich aus diesem zweig gänzlich zurückgezogen...

3) für denselben preis könnt ihr am mittwoch, 19. mai um 20h20 bei johnny dowd gleich 3-4 eintritte lösen. http://www.ellokal.ch/ . wer hat den schrägen kauz noch nie gesehen? der 62jährige ex-möbelpacker hat tom waits in manchen belangen seit langem den rang abgelaufen (zB. was fleissigen touren betrifft), zweitens ist er mindestens so genial und launisch wie der momentan zurecht wieder hoch gefeierte mark e. smith von the fall....

4) zuvor bitte noch an die buchvernissage "zürich, sommer 1980" von olivia heussler bei esther epstein, message salon, langstrasse 84, 18-23 uhr

5) hazmat modine spielen am 3. juni im moods ihren ersten zürcher auftritt, das zweite album wurde auf spätsommer verschoben

6) fred frith mit cosa brava, das sun ra arkestra u.a. spielen ende mai am http://www.taktlos.com/

7) wieder ein sensationelles und preisgünstiges programm gibt es am festival http://kilbi.badbonn.ch/2010/_rubric/index.php?rubric=Programm
u.a. mit aphex twin, wolf eyes, sun ra arkestra


8) die kostenlose bannerwerbung hat wieder geklappt: blättert mal im aktuellen gedruckten zürcher telefonbuch nach rechtsanwalt: über 20 seiten heisst es in fetten lettern: rec rec - rec rec - rec rec - usw.

viele gutgelaunte grüsse von veit
18. mai 2010